Definition Netzteile

Grundsätzlich lassen sich geregelte und ungeregelte Netzteile unterscheiden. Ungeregelte Netzteile liefern eine Ausgangsspannung, die von der angeschlossenen Last abhängt. Für ihre Herstellung werden weniger Bauteile benötigt, folglich sind sie kostengünstiger als geregelte Netzgeräte. Diese liefern immer eine Gleichspannung. Sie werden weiter unterteilt in Schaltnetzteile und linear geregelte Netzteile.

Schaltnetzteile

Schaltnetzteile, auch als primär getaktete Netzteile bezeichnet, werden typischerweise mit Frequenzen zwischen 10 kHz bis zu mehreren 100 kHz betrieben. Ihre Frequenz liegt damit über der Netzfrequenz, weshalb sie deutlich kleiner und leichter ausfallen als Trafonetzteile, dennoch aber die gleiche Leistung und sogar einen höheren Wirkungsgrad aufweisen. Schaltnetzteile garantieren dennoch eine galvanische Trennung. Zum Standard gehört ein komfortabler Eingangsspannungsbereich, der beispielsweise von 90 bis 260 VAC reichen kann. Je nach Aufbau lassen sich die Geräte oftmals über eine duale DC Eingangsspannung von zum Beispiel 110 bis 370 VDC betreiben. Primär getaktete Netzteile sind eine kompakte und wirtschaftliche Lösung zur Versorgung von Industriesteuerungen oder Bahnanwendungen. Häufig werden sie in Branchen wie der Medizintechnik, der Chemischen Industrie, der Bahntechnik, oder im Telekommunikationsbereich eingesetzt. Verwendet werden sie darüber hinaus im Test- und Prüfbereich, bei PC-Netzteilen und auf Gebieten wie Automotive, Sensorik oder Maschinensteuerungen.

Labornetzteile

Labornetzgeräte zur sicheren Stromversorgung im Labor sind meist für einen breiten Einsatzbereich konzipiert. Häufig verfügen sie über eine stufenlos verstellbare Spannungsbegrenzung, eine variable Strombegrenzung sowie über eine Spannungs- und Stromanzeige.

Einbau-Netzteil

Benötigt man eine relativ große Leistung (von 10 bis 2000 Watt),  so werden Netzteile häufig als Baugruppe oder Einbauteil in Geräten beziehungsweise Schaltschränken installiert. Eingebaute Netzteile sind beliebt, wenn mehrere Spannungen gebraucht werden. Durch Modulartechnik kann die vom Anwender benötigte Spannung häufig ganz einfach aus Standardteilen konfiguriert werden. Durch das integrierte Netzteil steigen die Sicherheitsauflagen für das Hauptgerät. Es muss nun Anforderungen erfüllen, die vorher lediglich an das Netzteil gestellt wurden. Dazu gehören zum Beispiel der Berührungsschutz, die Kriechspannungsabstände, die Überspannungsfestigkeit oder die Schutzerdung.

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